Königspython/Python regius

Allgemein:Der Königspython ist eine Riesenschlange und gehört innerhalb dieser Familie zur Gattung der Eigentlichen Pythons.Er ist in West- und Zentralafrika beheimatet. Durch seine Anpassungsfähigkeit bewohnt er dort sowohl Regenwälder wie auch Steppenlandschaften. Teilweise hat er sich sogar bis in die Nähe von menschlichen Siedlungen vor gewagt.Die dämmerungs- und nachtaktiven Pythons verbringen den Tag meistens in Verstecken. Dafür suchen sie sich häufig Nagerhöhlen, aber auch verlassene Termitenhügel. Auf der Jagd sind sie dann auch teilweise auf Bäumen und Büschen zu finden.Mittlerweile zählen Königspythons zu den am meisten in Terrarien gehaltenen Schlangen. Was sie allerdings keineswegs zu einer Anfängerschlange macht. Relativ häufig treten bei Königspythons nämlich Futterprobleme auf, mit denen ein Schlangenanfänger dann schnell überfordert ist. Man sollte also schon Schlangen-Erfahrung mitbringen, wenn man sich für einen Königspython entscheidet.Für ihn spricht, dass er wenig Aggression zeigt und eher zu den kleineren Riesenschlangen zählt. Zudem ist er als Würgeschlange auch nicht giftig.

 

Name und Aussehen:Königspythons werden auch Ballpythons genannt, weil sie die Eigenschaft haben, sich bei Bedrohung wie ein Knäuel zusammen zu rollen. Der lateinische Name des Königspythons lautetPython regius. Die Grundfärbung des Königspythons ist dunkelbraun bis schwarz mit gelber kreisförmiger Musterung. Die Unterseite ist hell.

 

Größe und Alter:Der Königspython zählt zu den kleineren Pythons und wird ca. 1,20 m bis 1,50 m lang, selten werden Exemplare mit einer Länge über 2,00 m gefunden. Das Durchschnittsgewicht liegt bei 1500 bis 2000 Gramm, wobei die Männchen meist etwas leichter sind als die Weibchen.In freier Natur werden Königspythons bis zu 20 Jahre, in Gefangenschaft können es sogar 40 Jahre werden. 

 

Ernährung:In der Natur fressen Königspythons so ziemlich alle kleineren Säugetiere, wie z. B. Fledermäuse, Flughunde, Vögel und kleine Nager. Sie können es jedoch notfalls erstaunliche zwei Jahre ohne Nahrungsaufnahme aushalten.Dies macht sie auch im Terrarium oft zu schwierigen Fressern. Ganz besonders kompliziert sind Wildfänge. Bei diesen kann es durchaus vorkommen, dass sie sich zu Tode hungern. Daher sollte man auch unbedingt darauf achten, Nachzuchten aus Europa zu kaufen. Bei Futterverweigerung ist die erste Maßnahme, verschiedene Futtertiere anzubieten. Manchmal nützt es bereits etwas, wenn die Maus nicht weiß, sondern braun ist. Die letzte Hilfe ist die Zwangsfütterung. Dieses sollte man aber als Laie keinesfalls alleine vornehmen, sondern sich immer von Experten helfen lassen, um der Schlange nicht zu schaden.Im Terrarium werden normalerweise Mäuse und kleine Ratten gefüttert. Der Königspython jagt gerne und deshalb sollten ihm auch die Futtertiere lebend präsentiert werden. Sollten Sie noch keine Erfahrung mit dieser Form der Fütterung haben, überlegen Sie sich vorher gut, ob Sie (und die restliche Familie) das über´s Herz bringen.

 

Terrarium Größe und Temperatur:Die Mindestmaße des Terrariums für ein Einzeltier liegen bei 1,20 x 0,60m x 0,50 m.Als Bodengrund eignet sich z. B. Rindenmulch oder spezielle Terrarienerde.Ganz wichtig für Königspythons sind ausreichend viele Versteckmöglichkeiten. Hierfür eignen sich z. B. große Tonröhren oder ausgehöhlte Steine.Klettermöglichkeiten müssen nicht unbedingt sein, können jedoch in Form von dicken Ästen die Terrarieneinrichtung vervollständigen.Ein Wasserbecken sollte auch vorhanden sein. Dies dient zur Unterstützung des Klimas und zum Trinken für die Schlangen. Ein Bad nehmen Königspythons eher selten, das Becken muss daher auch nicht allzu groß sein.Die Temperatur sollte tagsüber bei 27 bis 30 Grad liegen, nachts darf es auf bis zu 23 Grad abkühlen. An einem lokalen Wärmeplatz kann es auch bis zu 40 Grad warm werden.

 

Terrarium Beleuchtung:Als Hauptlichtquelle können Sie z. B. eine Leuchtstoffröhre anbringen. Dieser kann 10 bis 12 Stunden täglich eingeschaltet sein..Obwohl Königspythons eher nachtaktiv sind, sollte es zumindest einen Wärmeplatz im Terrarium geben, wo es bis zu 40 Grad warm werden darf. Dies kann mithilfe einer Keramikheizers erzeugt werden. Wichtig ist, das man einen Schutzkorb mit installiert da diese Keramikheizer sehr heiß werden ca. 580°C was zu lebensgefährlichen Verbrennungen führen kann. Sie können den Keramikheizer über ein Thermostat steuern z.b. Thermo Control Pro 2 so haben Sie immer die eingestellte Tag und Nachttemperatur in Ihrem Terrarium.Kleiner Tip noch von unsere Seite lieber einen stärkeren Keramikheizer kaufen da dieser das Terrarium schneller aufheizen kann.


Vergesellschaftung: Königspythons sind normalerweise friedliche Schlangen und können daher auch zu mehreren im (ausreichend großen) Terrarium gehalten werden. Es empfiehlt sich allerdings, die Tiere zur Fütterung zu trennen, um Kämpfe ums Futter bzw. unbeabsichtigte Verletzungen zu vermeiden.

 

 

Tigerpython/Python molurus bivittatus

Allgemein:Der Tigerpython zählt zur Familie der Riesenschlangen. Es gibt den Hellen und den Dunklen Tigerpython, die sich außer durch die Farbe, auch in Verbreitungsgebiet und Größe unterscheiden.Der Helle Tigerpython kommt in Indien, Pakistan und Sri Lanka vor. Sein dunkler Verwandter hat ein größeres Verbreitungsgebiet, er bewohnt Teile Thailands, Kambodschas, Vietnam und Indonesiens.Beide bewohnen sowohl Regenwaldgebiete, wie auch Graslandschaften, Geröllfelder und auch Bergregionen, fast ausschließlich in der Nähe von Gewässern. In der Nähe menschlicher Ansiedlungen sind sie jedoch kaum anzutreffen. Sie leben sowohl auf Bäumen, als auch auf dem Boden. Da sie dämmerungs- und nachtaktiv sind, verbringen sie den Tag gerne in Höhlen, bis sie bei Sonnenuntergang auf die Jagd gehen. Dies geschieht teilweise auch im Wasser, wo der Tigerpython im Wasser liegt und nur die Augen und die Nase heraus schauen. Er erlegt seine Beute ausschließlich durch erwürgen.
Tigerpythons sind nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen geschützt. Die Hellen Tigerpythons gelten sogar als vom Aussterben bedroht (CITES Anhang A). Daher benötigen Sie als Halter die dementsprechenden Papiere und müssen die Tiere behördlich melden.
Für die Haltung im Terrarium eignet sich der dunkle Tigerpython (CITES Anhang B) besser. Er ist normalerweise sehr ruhig und wenig aggressiv. Daher ist er in den USA und Europa zu einer der meist gehaltenen Schlangen geworden und wird viel und erfolgreich nach gezüchtet.


Name und Aussehen:Den Namen Tigerpython erhielt diese Schlange aufgrund ihrer auffallenden Zeichnung. Lateinisch wird der Dunkle Tigerpython als Python molurus bivittatus bezeichnet, der Helle Tigerpython als Python molurus molurus. Auf Englisch heißt der Tigerpython Indian python.
Die Farbe des Dunklen Tigerpythons variiert zwischen braun, gelb und grau. Auf dem Rücken trägt er die typische dunkle Zeichnung. Der Bauch ist weiß oder gelblich weiß. Der Dunkle Tigerpython hat einen sehr kräftigen, massiven Körperbau.
Dagegen wirkt der Helle Tigerpython richtig zierlich. Die Zeichnung ist ähnlich wie beim Dunklen, allerdings allgemein etwas heller und die Zeichnung ist etwas verwaschener.
Mittlerweile gibt es auch Kreuzungen aus beiden Arten, teilweise werden Tigerpythons auch mit Königspythons, Netzpythons oder Felsenpythons gekreuzt. Welche Zeichnung dabei herauskommt, ist jedes Mal eine Überraschung.


Größe und Alter:Der Dunkle Tigerpython wird mit einer Länge von bis zu 7 Metern deutlich größer als der Helle Tigerpython. Durchschnittlich wird er in Gefangenschaft aber auch nur 4 bis 5 m lang.Der Helle Tigerpython kann bis zu 5 Metern lang werden. Dies ist allerdings höchst selten. Im Terrarium erreichen die meisten eine Länge von rund 3,5 m. Bei beiden Arten werden die Weibchen schwerer und länger als die Männchen.
Tigerpythons können ein stolzes Alter von 35 bis 40 Jahre erreichen. Die Anschaffung sollte also gut überlegt werden, da so ein Tier einen tatsächlich fast lebenslang begleiten kann.


Ernährung:Die Nahrung des Tigerpythons besteht ausschließlich aus Fleisch. In der Natur hat er einen abwechslungsreichen Speiseplan. Er erlegt Nagetiere wie Hamster, Mäuse und Ratten, Reptilien wie Frösche, Kröten oder Echsen und auch Vögel und Fledermäuse. Ganz besonders große Exemplare sollen auch schon Tiere in Rehgröße erlegt haben und auch dem Menschen gefährlich werden können.
Auch im Terrarium ist die Ernährung normalerweise kein Problem. Soweit verfügbar, können Sie dem Tigerpython auch hier verschiedene Futtertiere anbieten. Am leichtesten zu beschaffen sind meist Mäuse, Ratten, Kaninchen und Küken. Ob sie lebend oder tot verfüttern, ist Ansichtssache des Halters und Geschmackssache der Schlange. Manche Schlangen fressen nur Futtertiere, die sie vorher selbst getötet haben. Da die Tigerpythons allerdings recht unproblematisch bei der Fütterung sind, stehen die Chancen gut, auch tote Futtertiere geben zu können.


Terrarium Größe und Temperatur:Tigerpythons gehören zu den sehr großen Schlangen und benötigen daher auch ein geräumiges Terrarium. Ein oder zwei ausgewachsene Tiere sollten daher mindestens ein Terrarium in der Größe von 2,50 x 1,00 x 1,70 (LBH) zur Verfügung haben.
Tigerpythons fühlen sich in der Natur vom Wasser angezogen und baden auch sehr gerne. Daher sollten sie auf jeden Fall ein geräumiges Wasserbecken einfügen. Das Wasser sollte täglich gewechselt werden, um Verschmutzung und Bakterienbildung zu vermeiden.
Außerdem brauchen die Schlangen einige Versteckmöglichkeiten. Große Tonröhren oder Wurzelstücke eignen sich gut dafür. Das Einfügen von echten Pflanzen im Riesenschlangen-Terrarium klappt leider meistens nicht. Sie werden schlicht platt gewalzt. Mittlerweile sind im Fachhandel künstliche Pflanzen zu bekommen, die aussehen wie echt und den Tieren zusätzliche Versteckmöglichkeiten bieten. Auch größere Steine erfüllen diesen Zweck und helfen den Tigerpythons zusätzlich bei der Häutung, um die Haut abzustreifen. Sie sollten nur auf darauf achten, dass die Steine möglichst fest verankert sind, damit die Schlangen sie nicht immer wieder durch das Terrarium schieben oder umwerfen können.
Tigerpythons klettern, besonders in jungen Jahren, sehr gerne. Daher sollten Sie einige stabile Äste im Terrarium anbringen, auf denen die Schlangen herum klettern können.
Bei so großen Schlangen sollten Sie natürlich auch auf ein sicheres Schloss an der Terrariumstür achten, damit kein Ausbruch möglich ist.
Die Tagestemperaturen sollten bei 27 bis 30 Grad liegen, nachts darf es auf bis zu 22 Grad abkühlen. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei 60 bis 80% liegen. Am einfachsten erreichen Sie dies mit einer Beregnungsanlage, die möglichst gegen Abend eingeschaltet werden sollte.


Terrarium Beleuchtung:Als Hauptlichtquelle können Sie z. B. eine Leuchtstoffröhre anbringen. Dieser kann 10 bis 12 Stunden täglich eingeschaltet sein..Obwohl Königspythons eher nachtaktiv sind, sollte es zumindest einen Wärmeplatz im Terrarium geben, wo es bis zu 40 Grad warm werden darf. Dies kann mithilfe einer Keramikheizers erzeugt werden. Wichtig ist, das man einen Schutzkorb mit installiert da diese Keramikheizer sehr heiß werden ca. 580°C was zu lebensgefährlichen Verbrennungen führen kann. Sie können den Keramikheizer über ein Thermostat steuern z.b. Thermo Control Pro 2 so haben Sie immer die eingestellte Tag und Nachttemperatur in Ihrem Terrarium.Kleiner Tip noch von unsere Seite lieber einen stärkeren Keramikheizer kaufen da dieser das Terrarium schneller aufheizen kann.

 


Vergesellschaftung:Tigerpythons kann man auch zu zweit oder zu dritt halten. Voraussetzung ist allerdings ein ausreichend großes Terrarium. Zur Fütterung sollten die Tiere dann jedoch getrennt werden, um gegenseitige Verletzungen zu vermeiden. Wird ein Tigerpython einzeln gehalten, vermisst er jedoch auch nichts.